Shopbetreiber, die mit reduzierten Preisen Werbung machen möchten, müssen sich an einige Regeln halten. Grundsätzlich sei darauf hinzuweisen, dass reduzierte Preise in der Werbung unter Umständen risikobehaftet sein können, wenn der Shopbetreiber folgende Hinweise nicht gewährleisten kann. Zum einen muss bei einer Gegenüberstellung von Preisen deutlich werden, auf was sich der verglichene Preis bezieht.

Es darf also nicht heißen:

„Shoppreis 8,95 €“
„Verkaufspreis ansonsten 18,95 €“

Oder

Statt 19,95 € nun ab 9,95 €.

Den alten Preis einfach durchstreichen und den neuen daneben schreiben, macht auch nicht deutlich, auf welchen Preis sich der Vergleich bezieht.

Hat der Shopbetreiber allerdings eine Rubrik „Sonderangebote“, dem reduzierte Preise zugeordnet werden können, ist eine Preisreduzierung eindeutiger zu erkennen.

Um eine bessere Übersicht über reduzierte Preise zu geben, empfiehlt es sich das Angebot in ganzen Sätzen zu formulieren:

Beispiel: „Unser Preis bisher 19,95 EUR jetzt nur 9,95 EUR“

Das Gesetz für unlauteren Wettbewerb sieht allerdings vor, dass der alte Preis über einen längeren Zeitraum genommen werden müsse, bevor mit einem reduzierten Preis geworben werden darf. Shopbetreiber müssen diesbezüglich nachweisen können, ob und wie lange sie einen bestimmten Preis gefordert haben.

Ebenso dürfen reduzierte Preise nicht unangemessen lange in der Werbung erscheinen. Als Faustregel gilt: nicht über vier Wochen. Außerdem müssen Shopbetreiber ihre Preisvergleiche deutlich nach Produkten oder Dienstleistungen bestimmen. Der Kunde muss klar erkennen, ob sich die Reduzierung auf einzelne Waren oder das ganze Sortiment erstreckt.

Werbung mit „unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers“

Hier wollen Hersteller dem Shopbetreiber die Möglichkeit geben, Kunden mit einer starken Unterbietung des Preises, zu bewerben.
Die Gesetzgebung sieht dabei vor, dass die Empfehlung des Herstellers klar sichtbar sein muss und auch tatsächlich bestanden hat. Sogenannte „Mondpreise“ sind wettbewerbswidrig.

Grundsätzlich gilt also:

Wer mit reduzierten Preisen wirbt, darf nicht mehrdeutig formulieren, den Kunden in die irreführen oder eine willkürliche Preisbestimmung des Herstellers ansetzten.

Werbung mit reduzierten Preisen
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