Um sich im Internet vor Abmahnungen zu schützen, stellen sich zuerst einmal zwei Fragen. Die Erste, was ist eine Abmahnung und die Zweite, was wird mit dieser bezweckt? Die formelle Anordnung einer Person an eine andere, eine bestimmte Handlung zu unterlassen oder vorzunehmen beantwortet schon mal die erste und zum Teil auch die zweite Frage.

Grundsätzlich sind in jedem gegenseitigen Vertragsverhältnis Abmahnungen einsetzbar.

In Zeiten des Internets greifen diese allerdings überwiegend im Urheberrecht und Wettbewerbsrecht.

Was bedeutet das für Shopbetreiber und Webmaster?

Wer sich eine private oder gewerbliche Homepage erstellen möchte, sollte darauf achten, nur sein geistiges Eigentum im Content zu benutzen. Was selber geschrieben wurde, kann keinem anderen gehört haben. Oft besteht eine Internetseite aber nicht nur aus Text, sondern auch aus Bildern. Da fangen die Probleme meist an. Unmengen von verschiedenen Fotos sind im Internet zu finden, um die Homepage vielfältig und informativ zu gestalten. Allerdings sind diese meist von anderen gemacht worden und unterliegen somit dem Urheberrecht. Um diese verwenden zu dürfen, bedarf es die schriftliche Einwilligung des Urhebers, bevor die Bilder auf der eigenen Internetseite verwendet werden dürfen und auch ein Hinweis der Quelle muss vermerkt werden. So wird schriftlich ein Nutzungsrecht übertragen sowie bestätigt, dass der Jenige auch uneingeschränkt berechtigt dazu ist, dieses weiterzugeben. Ist das Einverständnis nicht ein Zuholen, ist man besser beraten, ein eigenes Foto zu machen.

Zum Schluss gilt noch: Sobald eine Internetseite kommerziell genutzt wird, ist auch ein Impressum zwingend erforderlich, welches die gesetzlichen Mindestanforderungen an persönlichen Informationen beinhalten muss.

Diese drei Punkte sind wichtig einzuhalten, um vor einer Abmahnung im Internet geschützt zu sein.

Nichts bleibt unbemerkt!

Alles, was im Internet veröffentlicht wird, wird auch irgendwo gefunden. Viele Webseiten-und Shopbetreiber sind schon mal abgemahnt worden. Der Gesetzgeber kann nicht alles Regeln und so machen sich Firmen oder sogenannte Abzocker die Lücken zunutze, um Konkurrenten vom Markt zu drängen. Es scheint als seien Abmahnungen zu einer günstigen Einnahmequelle geworden zu sein, wo lieber die Abmahngebühren beglichen und damit mögliche höhere Gerichtskosten vermieden werden. Dies kann gerade Existenzgründer in den finanziellen Ruin treiben.

Fazit

Die rechtssichere Gestaltung des Internetauftritts ist der beste Schutz gegen Abmahnung im Internet. Lieber etwas Geld in Rechtsberatung und fachliche Hilfe beim Aufbau eines Webauftritts investieren als später die höheren Kosten eine Abmahnung begleichen zu müssen.

Schutz vor Abmahnungen im Internet
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